Brethin

Brethin

Brethin - die Stadt der in Fesseln geschlagenen Freiheit

Zwischen den Neuen Reichen im Norden und Neu-Andorien im Süden, Van Galen im Westen und dem Meer im Osten, liegt auf dem Kontinent der Südlande der Stadtstaat Brethin mit seinen circa vierzehntausend Einwohnern.
Mit dem großen Hafen und der neuen Kriegsflotte wacht die Stadt über den Handel an der Meerenge und macht Jagd auf die allseits unbeliebten Schmuggler und Piraten. Die Stadt selbst schützt sich mit einer neuen, gerade mal vierundachtzig Jahre alten Mauer, mehreren Gräben und Erdwerken. Die Mauern erstrecken sich wie zwei Arme weit über eine kleine natürliche Bucht hinaus ins Meer und schützen den Kriegshafen und den größeren Handelshafen mit zwei massigen Türmen und zwei dicken Kettensperren dazwischen. In diesen Türmen liegen sechs der wenigen Kanonen der Stadt und blicken stets wachsam auf das weite Wasser hinaus.
In den Straßen, die von den gewaltigen Lagerhäusern am Handelshafen zu den Kontoren der Handelsfamilien führen, kann man während des Tages fast alles erstehen, was die Händler der Südlande anzubieten haben. Das Bild, das sich den Seereisenden hier bietet, strotzt nur so vor Pracht und Überfluss und lädt dazu ein, zu bleiben. Auch wenn man von den Straßen durch die Stadttore tritt, lädt Brethin ein, den Aufenthalt zu verlängern.
Neben den prächtigen Handelsresidenzen wird das Stadtbild innerhalb der Mauern vor allem von dem gewaltigen Ratspalast mit seinen weitläufigen Regierungskomplexen und Behörden beherrscht, wo die vier Ratsmitglieder mit ihren hunderten von Beratern, Anwälten und Experten leben und die Geschicke des Staates lenken. Die wenigen Adligen, die innerhalb der Mauern leben, sind von allen Regierungsaufgaben entbunden und haben außer dem Reichtum, den sie mit sich gebracht haben, keinerlei Macht oder Einfluss auf die Politik, weshalb auch die meisten von ihnen in großen Landgütern außerhalb der Stadt leben.
In der Stadt aber gibt es auch noch zwei Bereiche, die von vielen Bürgern gemieden werden. Das ist zum einen die Akademie für magische Ausbildung und deren Kolleg, wo magiebegabte Menschen, Zwerge und Zugehörige anderer Völker unterrichtet, um ihre magischen Fähigkeiten unter Kontrolle zu bringen und dem Staat so zu helfen. Diejenigen, die sich diesen Regeln nicht unterwerfen und ihre Fähigkeiten nicht zumindest teilweise dem Wohl der Mehrheit anbieten wollen, werden nicht nur von den Männern und Frauen des stehenden Heeres Brethins, sondern auch von einem besonderen, bewaffneten und mit weitreichenden Vollmachten ausgestatteten Arm der Registraturbehörde gejagt. Für den seltenen Fall, dass sich die Ungehorsamen dem Gesetz ergeben, warten auf die Überlebenden einige wenige Baracken, in denen sie unter strenger Aufsicht außerhalb der Stadtmauern leben dürfen.
Zum anderen betreten nur wenige Bürger und Reisende die Kasernen des stehenden Heeres von Brethin. Durch eine eigene Mauer geschützt verwalten hier etwa hundert Beamte gemeinsam mit den Generälen und Admirälen die Flotte und das Heer und organisieren die Ausbildung, Bezahlung und Einsetzung der etwa 3500 Soldaten Brethins. Dazu gehört auch die Verwaltung der acht befestigten Außenposten im weiteren Stadtgebiet und die Patrouillen durch die vier benachbarten Dörfer, die sich selbst noch zu Brethin zählen.
Dank der so garantierten Sicherheit auf Brethins Straßen kommen auch jetzt noch viele Flüchtlingszüge aus allen Ecken und Enden des Kontinents zu der Stadt. Doch obwohl Brethin selbst nur wegen den vielen Flüchtlingen, die vor neunzig Jahren zusammentrafen, so groß und mächtig wurde, ist es heute schwer, sich durch die vielen strengen Auflagen und Bestimmungen zu arbeiten, um ein Stück Land oder ein Haus nahe der Stadt zu erhalten. Reisenden und Händlern aber sind die Tore der Stadt immer geöffnet, solange sie willens sind, an einem der vielen Zollhäusern neben den Toren einen Reisepass unter den wachsamen Augen der Registraturbehörde auszufüllen.



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